Zaarensee bei Barsdorf, eingebettet in ein Verlandungsmoor

Poviestsee

Der Poviestsee bei Warthe ist ein alkalisch-kalkarmer geschichteter See, der einst als Grundwassersee oberirdisch zu- und abflusslos war. Im Zuge wasserbaulicher Veränderungen der letzten beiden Jahrhunderte wurden zwei Zuläufe (vom Flachen Clöwensee sowie aus der Bröddiner Feldflur) und ein Abfluss zum Kleinen Warthesee geschaffen. Als Folge der erhöhten Stofftransporte zum See änderte sich seine Trophie von mesotroph zu schwach eutroph.

1999 begann die in mehreren Schritten absolvierte mustergültige hydrologische Einzugsgebietssanierung, wobei der oberirdischen Zulauf aus 11 Kleinmooren und dem Flachen Clöwensee nach und nach unterbunden wurde. Die zum See geneigten Ackerflächen wurden aufgekauft und in Grünland umgewandelt.

Im Jahr 2004 wurde durch eine Sohlschwelle am Abfluss das Überlaufniveau so hoch gelegt, dass kein Wasser mehr den See oberirdisch verlässt.
2006 konnte die Einzugsgebietssanierung beendet werden; die Entwicklung der Wasserqualität (dokumentiert durch regelmäßige Sichttiefenmessungen der Naturwacht) verlief bis dahin bereits positiv.

Es besteht die Hoffnung, damit das einzige rezente Vorkommen des Strandlings (Littorella uniflora) im Norden Brandenburgs gesichert und gefördert werden konnte.